„Die europäische Öffentlichkeit ist eine Elite“

Lucy Duggan, Redakteurin des Online-Magazins Europe&Me, über transnationale Berichterstattung und das Mixen von Sprachen.


Lucy Duggan

Lucy Duggan (geb. 1986 in Manchester) ist zwar gebürtige Britin, Deutschland mag sie aber trotzdem gerne : Sie hat an der Ludwig-Maximilians-Universität in München Osteuropastudien studiert.

Lucy gehört zum Gründungsteam von Europe&Me. Dort betreut sie die Rubrik „Heart“, durch die Europa „fühlbar“ gemacht werden soll. Neben Englisch und Deutsch spricht Lucy auch Tschechisch, Französisch und ein wenig Georgisch.

Ein klares Mission Statement („We like Europe. We like each other.“), über 125 Autoren und neun Redakteure, die aus den verschiedensten Ecken Europas kommen : Das englischsprachige Online-Magazin Europe&Me (E&M) atmet Europa aus allen Poren. Getreu dem Motto „Make Europe personal“ bemüht sich das junge Redaktionsteam seit September 2007 darum zu zeigen, dass Europa viel mehr Geisteszustand als Brüsseler Bürokratie ist. Die Mühen wurden belohnt und E&M 2011 mit dem Jugendkarlspreis ausgezeichnet, mit dem die Entwicklung eines europäischen Bewusstseins gefördert werden soll.

Die Euros sprachen mit E&M-Redakteurin Lucy Duggan über transnationale Berichterstattung, den Mut zum Sprachenmix und die Wahrscheinlichkeit, dass es so etwas wie eine europäische Öffentlichkeit mal geben könnte – oder sogar schon gibt.

Wie kam es zur Gründung von E&M ? Gab es einen speziellen Anlass ?

JPEG - 9.8 ko
Europa im Herzen

Lucy Duggan ist bei Europe&Me von Anfang an dabei.

Quelle : E&M Magazine

Wir haben an einem akademischen Programm teilgenommen, dem Studienkolleg zu Berlin, welches Studenten finanziell dabei unterstützt, Projekte über Europa auf die Beine zu stellen. Diese Projekte sind fast immer Forschungsprojekte. Wir wollten stattdessen etwas „praktisches“ machen, Europa durch uns selbst verändern. Wir hatten das Gefühl, dass einer der Gründe, warum die europäische Integration mit Problemen kämpft, ist, dass junge Menschen sich nicht mit der Idee von Europa identifizieren. Sie nehmen oft an, dass Europa nur Brüssel bedeutet, politische Abläufe, Gemeinsame Agrarpolitik… Gleichzeitig haben wir festgestellt, dass wir keine „europäischen“ Medien lasen, nur nationale Medien, und dass wir nicht zufrieden waren mit der Art und Weise, wie nationale Medien über Europa berichteten.

Also wollten wir ein Magazin machen, das dabei helfen würde, eine europäische Öffentlichkeit zu schaffen – „make Europe personal“ für junge Leute. Das bedeutete, sich besonders darauf zu konzentrieren, inwiefern die Tatsache, europäisch zu sein, unser Alltagsleben betrifft – unser Liebesleben, unser kulturelles Leben, unser Sexualleben… Wie es die Art betrifft, auf die wir Witze machen, die Jobs, die wir uns aussuchen, die Weise, wie wir unsere Geschichte verstehen.

Was genau unterscheidet euer Projekt von anderen europäischen Medienprojekten ?

Einiges davon habe ich bereits erwähnt : Wir schauen uns jeden Aspekt der Art und Weise an, wie junge Leute Europa erleben – deshalb sind unsere Rubriken auch nach den Körperteilen benannt, den wir wollen zum Beispiel, dass unsere Leser sowohl etwas für ihr ‚Herz‘ finden als auch für ihr ‚Gehirn‘. Wir schreiben nicht nur über Politik und Wirtschaft.

Das Hauptmagazin erscheint alle drei Monate. Wir beschäftigen uns also mit einem Thema über einen längeren Zeitraum, anstatt zu versuchen, über jede neue Entwicklung zu berichten sobald sie passiert. Klar, das ist auch teilweise aus der Notwendigkeit heraus entstanden – wir haben uns entschieden, dass wir nicht die Mittel haben, um über alles zu berichten, was gerade in den Medien auftaucht – aber es bedeutet ebenso, dass wir uns mit einem Thema in Ruhe und eindringlich beschäftigen können.

Am wichtigsten ist unser streng transnationaler Ansatz. Das bedeutet, jedes Thema muss für Leute aus mindestens zwei europäischen Ländern interessant sein, im Idealfall noch für viele mehr. Wir würden keinen Artikel über die Piratenpartei in Deutschland veröffentlichen, sondern einen Artikel über Piratenparteien in ganz Europa und wir würden fragen, ob sie etwas für Europa als Ganzes tun können. Wir würden keinen Mischmasch aus vielen verschiedenen nationalen Berichten machen – jeder Bericht muss transnational sein. Das geht zurück auf unser Ziel dabei zu helfen, eine europäische Öffentlichkeit zu schaffen, die transnational denkt.

Abgesehen davon, dass ein Thema für Menschen aus mindestens zwei verschiedenen europäischen Ländern interessant sein muss : Was gehört für dich noch zu einer transnationalen Berichterstattung und wie wird diese bei E&M umgesetzt ?

Wir suchen nach Themen, die in Bezug zu Ländern quer durch Europa stehen, und wir ziehen in keinem Fall eine Grenze zwischen der EU und Europa, oder sogar zwischen Europa und Georgien, Europa und der Türkei. Wir organisieren Projekte, die Menschen aus einer ganzen Reihe von Ländern anziehen – unser letzter Workshop im Dezember wurde von jungen Leuten aus der Türkei, Rumänien, Spanien, Polen, Deutschland und Großbritannien besucht. Wir versuchen, in unserer Berichterstattung keine Länder zu bevor- oder zu benachteiligen und auch wenn das mal passiert, weil wir nun mal in bestimmten Ländern besser vernetzt sind, arbeiten wir aktiv dagegen an. Ich denke auch, wir schaffen es, kleineren Ländern Platz im Magazin einzuräumen, anstatt uns auf die „big players“ zu konzentrieren. Und, natürlich, wenn man sich diejenigen anguckt, die das Magazin machen : Wir kommen aus allen Ecken Europas und kaum einer der Redakteure lebt in seinem Heimatland ! Es ist sicher nicht möglich, uns ein „deutsches“ oder „britisches“ Projekt zu nennen.

GIF - 18.4 ko
Make Europe personal

Diesem Motto folgt das E&M-Team seit 2007.

Quelle : E&M Magazine

Du sprichst viel von europäischer Öffentlichkeit. Deiner Meinung nach : Werden europäische Themen in den nationalen Medien ausreichend behandelt ?

Nein. Ich komme aus England, wo der Guardian die Zeitung meiner Wahl ist. Sie ist eine der pro-europäischsten Zeitungen, hat aber trotzdem viel zu wenig europäische Berichterstattung – es wird viel mehr über die USA oder andere Kontinente berichtet. Vor einer Weile hatte der Guardian eine Serie, die The New Europe hieß, für die er mit anderen europäischen Zeitungen zusammengearbeitet und über vier verschiedene europäische Länder geschrieben hat. Wir haben darüber in Europe&Me berichtet und den Guardian zu unserem Top Europäer ernannt, aber eigentlich finde ich nicht, dass er den Titel unbedingt verdient hat – die Serie war in keinster Weise transnational, das heißt, es wurde jedes Land einzeln betrachtet. Oft hat die Berichterstattung Stereotype gefördert, anstatt diese zu zerlegen und war auch nicht besonders breitgefächert – man schickt einen Journalisten nach Hamburg, damit der dort über eine Familie schreibt und behauptet dann, dass es sich dabei um eine typische deutsche Familie handelt. Diese Serie hatte einfach so viele Probleme, die absolut typisch für die nationalen Medien in England sind – wenn über Europa geschrieben wird, dann nur auf eine halbherzige Art und Weise und dann tut man so, als hätte man etwas wirklich besonderes getan. Tatsächlich sollte die Berichterstattung in der New-Europe-Serie ein offensichtlicher, täglicher Bestandteil einer nationalen Zeitung sein.

Vor dem Guardian habe ich immer The Times gelesen, die definitiv mehr tägliche Berichterstattung über Europa hatte als The Guardian – aber der Ton der Berichterstattung war oft extrem irritierend und voller Vorurteile. Wann immer über Deutschland berichtet wurde, geschah das mit Anspielungen auf die Holocaust-Schuld oder den Zweiten Weltkrieg, als ob diese Dinge das moderne Deutschland definieren würden.

Wie sieht es mit den Medien in anderen europäischen Ländern aus – taucht da Europa öfter als Thema auf ?

JPEG - 181.9 ko
Europa ? Kein Thema.

Zumindest nicht in der nationalen Berichterstattung der einzelnen EU-Länder.

Quelle : http://www.flickr.com/photos/philhe...

Abgesehen von England kenne ich mich nur mit deutschen und tschechischen Medien aus. In Deutschland haben europäische Themen eine viel höhere Priorität, was auf die Tatsache zurückzuführen ist, dass Deutschland so einen großen Anteil an der europäischen Integration hat. Ein sehr großer Teil der E&M-Leser kommt aus Deutschland. Für sie ist es natürlich und offensichtlich, dass Europa ein Thema der Berichterstattung ist. Trotzdem denke, dass europäische Themen selbst in Deutschland nicht genügend behandelt werden. Boulevard-Zeitungen beispielsweise schüren den Hass auf Griechenland und selbst Qualitäts-Zeitungen wie die Süddeutsche Zeitung machen oft bizarre kulturelle Generalisierungen – ich habe aus der Süddeutschen eine Menge darüber gelernt, „wie die Briten sind“.

In Tschechien ist mein Eindruck, dass die wichtigsten nationalen Zeitungen anti-EU und sehr auf nationale Ereignisse fokussiert sind. Meine tschechische Lieblingszeitung, Literarni Noviny, hat einen internationaleren Fokus, aber eine sehr kleine Auflage und selbst dort geht es sehr viel mehr um Großbritannien und den mittleren Osten als um andere Länder, einfach deshalb, weil die Journalisten bestimmte Spezialisierungen haben.

Würdest du sagen, dass seine europäische Öffentlichkeit bereits existiert ? Wenn ja : Was macht diese Öffentlichkeit aus ? Wenn nein : Was fehlt noch zu einer europäischen Öffentlichkeit ?

Ich denke, eine solche Öffentlichkeit existiert in einem sehr frühen Anfangsstadium – sie wird gerade erst geboren. Meiner Meinung nach gibt es verschiedene Hauptmerkmale.

Die Menschen, die dazu gehören, sind sehr jung, so zwischen 16 und 35 Jahre alt. Junge Europäer gehen zusammen mit Erasmus ins Ausland. Sie studieren und arbeiten in verschiedenen Ländern. Sie sind mit Produkten und Erfahrungen aufgewachsen, die nationale Grenzen komplett überwinden – wir sind die „Facebook-Generation“, oder die „I-Phone-Generation“, oder einfach die erste Generation, die mit dem Internet aufgewachsen ist. Das hat uns zusammengebracht, neben der Tatsache, dass unsere Generation Englisch in der Schule gelernt hat, sodass es für uns einfacher ist, zu kommunizieren und dieselben Medien zu teilen.

Die europäische Öffentlichkeit ist eine Elite. Ich bin leider nicht sicher, ob junge Europäer, die keine Universitätsausbildung haben, überhaupt zur europäischen Öffentlichkeit gehören – was die Frage aufwirft, ob sie tatsächlich komplett „öffentlich“ ist, da man im allgemeinen einen bestimmten Hintergrund haben muss, um Zugang gewährt zu bekommen.

Vor kurzem habe ich einige Statistiken erstellt, die zeigen, dass der Durchschnittsleser von E&M einen Magister- oder Masterabschluss hat – das heißt, mehr als einen Bachelor !

Ein Weg, es zu formulieren, ist : Es wird eine tatsächliche europäische Öffentlichkeit geben, wenn wir europäische Boulevard-Zeitungen haben und nicht nur Studentenmagazine wie E&M oder cafebabel.com.

Denkst du, dass die europäische Mehrsprachigkeit – immerhin sind mittlerweile 27 Länder Mitglied der EU – ein Problem in Bezug auf paneuropäische, transnationale Medien ist ? Macht die Mehrsprachigkeit eine europäische Öffentlichkeit unmöglich ?

JPEG - 295.3 ko
And the winner is...

2011 gewann E&M den Jugendkarlspreis. Lucy Duggan nimmt Glückwünsche von dem damaligen Präsidenten des Europäischen Parlaments, Jerzy Buzek, entgegen.

Quelle : Europäisches Parlament

Absolut ! Ich habe nach und nach realisiert, dass sogar hochgebildete Spanier oder Franzosen es möglicherweise zu schwierig finden, einen Artikel auf Englisch zu lesen – also, wenn wir die Mittel hätten, würde ich E&M gerne in mehreren Sprachen veröffentlichen. Ich mag die Tatsache, dass cafebabel.com mehrsprachig veröffentlicht wird, auch wenn ich weiß, dass einige meiner Co-Redakteure finden, dass es immer eher willkürlich ist, vier oder sechs Sprachen aus all den verschiedenen europäischen Sprachen auszuwählen.

Ich bin Sprachwissenschaftlerin und ich fühle mich unwohl bei der Vorstellung, dass jeder in Europa nur Englisch mit anderen spricht. Es erscheint mir irgendwie beengt und flacht die Unterschiede zwischen Kulturen ab. Daher würde ich gerne junge Leute in allen Ländern sehen, die mehrere Sprachen lernen und fähig sind, sich in verschiedenen Sprachen zu unterhalten – abhängig von der Situation. In England geht der Trend allerdings in komplett die andere Richtung.

Das gilt ebenso für paneuropäische Medien – ich finde, sie sollten Beiträge in verschiedenen Sprachen beinhalten. Ich mag auch die Idee, Sprachen ein wenig miteinander zu mixen. Wenn es ein französisches Wort gibt, das etwas sehr, sehr gut beschreibt, warum es nicht in einen Artikel aufnehmen, der auf Deutsch ist und einfach erklären, was es bedeutet ? Wir sollten wirklich entspannter dabei sein, Sprachen zu mischen, abhängig vom Kontext. So machen wir es ja im realen Leben auch, zum Beispiel beim Erasmus-Aufenthalt.

Robert Maxwell veröffentlichte 1990 mit The European die erste Printzeitung, die sich an ein europäisches Publikum richtete. 1998 wurde sie eingestellt, der Versuch war gescheitert. Ist das Internet der beste Weg, europäische Bürger mit Informationen über Europa zu versorgen ?

Ja, ich kann mir keine bessere Möglichkeit vorstellen. Das ist etwas, das mir Hoffnung gibt, dass wir es schaffen, die Grenzen des Elitismus zu überschreiten. Wenigstens gibt es in ganz Europa Internetverbindungen und die große Mehrheit der jungen Leute hat Zugang zu einer.

Ich mag die Vorstellung einer glänzenden Printausgabe von E&M, aber ich weiß nicht, wie wir jemals einen paneuropäischen Vertrieb schaffen würden. The European Daily hat 2011 eine Probeausgabe ihrer Zeitung verteilt, indem sie die Zeitungen mit dem Auto von Belgien zu zahlreichen europäischen Städten gefahren haben. Aber keine dieser Städte war in Osteuropa ! Das zeigt, dass sogar ein Projekt mit seriösen Investoren im Rücken Probleme dabei haben wird, eine paneuropäische Printausgabe zu verteilen. Und wenn Menschen in Berlin und Paris eine Printausgabe von E&M bekommen würden, aber Menschen in Russland, oder in ländlichen französischen Gegenden, wenn wir schon dabei sind, hätten nur die Möglichkeit, das Magazin online zu lesen. Würde uns das nicht noch elitärer machen ?

Das Gespräch führte Julia Korbik


reagir   Imprimer   envoyer par mail   Auteurs
Espace réactions ()

Medien und Informationsgesellschaft
Das ACTA-Abkommen sorgt für heftige Diskussionen. Zu Unrecht: Viele Maßnahmen sind nicht neu.
Europapolitik
Ist die europäische Rechtsextreme dabei, angesichts der Europawahlen 2014 zusammenzurücken?
Mit der Krise hat eine schleichende Veränderung der europäischen Entscheidungsfindung stattgefunden.

Auteurs

Julia KORBIK

Julia a fait des études de Sciences Politiques dans le cadre d’un double-diplôme franco-allemand à l’Institut d’Etudes Politiques (IEP) de Lille et à la Westfälische Wilhelms-Universität (WWU) Münster. De 2004 à 2011 elle travaillait en tant que (...)

Im Internet

Europe&Me
Magazine

Studienkolleg zu Berlin
Stipendienprogramm

Internationaler Karlspreis zu Aachen
Jugendkarlspreis
  Meist gelesen Meist kommentiert
Seit einem Monat | Seit immer
Frisch gezwitschert
Facebook

Am 18. November 2012 wurde zum 12. Mal der Siebenpfeiffer-Preis verliehen – und Die Euros haben von der Jury eine lobende Anerkennung erhalten.

In der Begründung der Jury heißt es dazu:

„Dieses Online-Portal von Studierenden und jungen Absolventen unterschiedlicher Universitäten in Europa bietet Informationen und Reflexionen zu Europa und zur Politik der Europäischen Union. Im digitalen Dialog geht es um soziale, politische, wirtschaftliche und kulturelle Fragen – aus Sicht und in der Aufmachung der jüngeren Generation. Zusätzlich zu diesem Medienprojekt verstehen sich „Die Euros“ auch als Netzwerk der Zivilgesellschaft, das die Bürgerbeteiligung und den Gemeinschaftssinn in Europa fördern will – ganz im Sinne Siebenpfeiffers und seiner Mitstreiter.“

Für Die Euros nahm Autorin Carolin Dylla in Homburg die Auszeichnung entgegen.

Den mit 5000 Euro dotierte Siebenpfeiffer-Preis erhielt in diesem Jahr der freiberufliche Auslandskorrespondent Detlef Drewes. Der Preis wird regelmäßig an Journalisten vergeben, die durch ihre Arbeit für Presse, Rundfunk und Fernsehen demokratisches Bewusstsein fördern, d.h. sich für ein freiheitliches Menschenbild und eine demokratisch-soziale Grundüberzeugung einsetzen – ganz in der Tradition Philipp Jakob Siebenpfeiffers. Mit dem Preis soll insbesondere journalistisches Engagement ausgezeichnet werden, das keine Rücksicht auf berufliche Karriere oder finanzielle Vorteile nimmt. Siebenpfeiffer selbst forderte Pressefreiheit und bekannte sich dazu Ende 1831 in seiner Zeitung „Der Bote aus Westen“, wo er den französischen Dichter und Autor Alphonse de Lamartine zitierte:

„Die Presse muß nothwendig frei sein, denn sie ist die Stimme aller, ihr Schweigen ist der Tod der Freiheit, jede Tyrannei, welche eine Idee morden will, beginnt damit, daß sie die Presse knebelt.“

Die Jury des Siebenpfeiffer-Preises setzt sich aus Mitgliedern der gleichnamigen Stiftung zusammen, die von den Journalistenverbänden in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Saarland sowie Thüringen bzw. der Hambach-Gesellschaft für historische Forschung und politische Bildung ernannt werden, dem Publizisten Fred Oberhauser, sowie je einem Vertreter der Saarbrücker Zeitung und des Saarländischen Rundfunks sowie zwei Vertretern des Saarpfalz-Kreises.

Wir, das Euros-Team – Julia Korbik (Chefredakteurin), Vera Kissler (stellv. Chefredakteurin) und Helene Banner (Projektleiterin Die Euros) – danken der Siebenpfeiffer-Stiftung für die Auszeichnung. Gerade in Zeiten der Euro-Krise ist es wichtig, Europas Bürgerinnen und Bürgern Analysen, Meinungen und Reportagen zu bieten, die einen anderen Blick auf die EU und Europa ermöglichen. Denn: Europa ist eben nicht nur die EU.

Die Euros basieren auf ehrenamtlichem Engagement. Jeder von uns steckt regelmäßig viel Arbeit und Herzblut in das Projekt. Dass solches Engagement nun mit einer lobenden Anerkennung gewürdigt wird, freut uns sehr. Ein großer Dank geht an alle unsere Autorinnen und Autoren, Übersetzer und Übersetzerinnen: Ohne euch wären Die Euros nicht dort, wo sie heute sind. Wenn ihr nicht unermüdlich Beiträge schreiben und Texte unserer anderen Sprachversionen übersetzen würdet, wäre unsere Seite leer. Diese Auszeichnung ist vor allem eure Auszeichnung.

Die verschiedenen Sprachversionen der Euros:

http://www.eurosduvillage.eu (FR) http://www.glieeuros.eu (ITA) http://www.theeuros.eu (ENG) http://www.loseuros.eu (SPA)

Die Euros erhalten lobende Anerkennung der Siebenpfeiffer-Stiftung

Politik
Wirtschaft
Gesellschaft & Medien
Nachhaltige Entwicklung
Innenpolitik
Außenpolitik
Institutionen & Brüssel
Deutschland
EU 27
Das andere Europa
Welt
© Groupe Euros du Village 2010 | Mentions légales | Webseite erstellt mit SPIP | Réalisation technique et design : Media Animation & Euros du Village France