Schlechte Nachrichten für alle Mitglieder der Eurozone, die meinten sie könnten ihre Staatsschulden vertuschen. Nach dem Griechenland-Desaster sollen härtere Strafen gegen Stabilitätssünder eingeführt werden, wenn es nach Kanzlerin Merkel geht. Das Tabuthema Sanktionen wegen Verstoß gegen die Euro-Stabilitätskriterien soll nun vielleicht sogar mit Verlust des Stimmrechts bestraft werden. Genauso schlecht sollen dabei die Banken und Spekulanten davonkommen – jahrelang haben sie an griechischen Wertpapieren verdient und eine Beteiligung der Kreditinstitute an der Regelung der Haushaltskrise Griechenlands wird derzeit in Erwägung gezogen. Dabei wurde der Internationale Währungsfonds miteinbezogen, eine Entscheidung die in Europa bei einigen auf Skepsis gestoßen ist, nun aber offiziell gemeinsam mit der EU die Gläubigerkonferenz anführt. Es sollen bis zu 140 Milliarden Euro durch bilateral Kredite zwischen Griechenland und anderen EU-Mitgliedsstaaten, sowie durch Finanzhilfen des IMF nach Griechenland fließen. Gleichzeitig hat das Land ein rigoroses Sparpaket vorgestellt, in dem alles – von Steuererhöhung bis zu Einfrieren der Löhne – vorgesehen ist. Zudem wurden Spanien und Portugal von Spekulanten attackiert – die Kreditwürdigkeit beider Länder wurde gesenkt. Neben immenser Staatsverschuldung und steigender Arbeitslosigkeit versuchen die Länder nun gegen das Misstrauen der Märkte anzukämpfen. Die Flitterwochen der Eurozone sind endgültig vorbei und die Stimmen über einen möglichen Austritt eines Mitgliedsstaates werden immer lauter.
Bildquelle : Europäische Kommission


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